Kreuzschlitz – jetzt kommt alles weg

Wer kennt den Spruch Altes Brot wird zuerst gegessen? Damit ist eine Philosophie gemeint, dass die guten Sachen aufzusparen sind. Ich kenne Leute, die haben ein Wohnzimmer, das wird nur betreten, wenn Gäste kommen. Sogar die Fenster sind abgedunkelt, damit die Möbel nicht vom einfallenden Sonnenlicht verbleichen.

Ich finde, das ist Unfug. Ein Mindfuck. Trotzdem falle ich selbst gerne darauf rein. Wenn ich Material für ein Projekt aussuche, lasse ich gerne mal das edle Multiplex-Brett im Regal stehen und benutze das ranzige Stück Spanplatte aus dem zuletzt entsorgten Küchenschrank.

Jetzt mache ich an einer anderen Stelle damit Schluss: Schrauben mit Kreuzschlitz-Kopf, die verwende ich noch viel zu oft, obwohl ich genügend passende neue Schrauben mit Torx-Antrieb habe. Ich hebe sogar ausgebaute Schrauben aus zerlegten Altprojekten auf. Selbst wenn sie schon grenzwertig abgenutzt sind und nur mit Mühe noch gedreht werden können.

Ich habe mir erst einen Überblick verschafft und alle Schraubenkästen zusammengesucht. Hier sind ein paar Bilder davon:

 

Dann habe ich die Schrauben mit Torx-Kopf in neue Sortierboxen einsortiert:

Ich habe die vorhandenen Schrauben, die nicht mehr einwandfrei waren, entsorgt. Dann habe ich neue Schrauben in den gängigsten Größen gekauft, die passenden Schraubendreher gleich mit dazu.

Vorerst habe ich die Schrauben nach der Größe des Kopfes zusammen einsortiert. Es sind 4 verschiedene Kopfgrößen dabei: TX15, TX20, TX25, TX30. Mal abwarten, ob sich das System in der Praxis bewährt.

Zuerst war ich kurzzeitig in Versuchung, die Kreuzschlitz-Schrauben, deren Größe ich nicht in Torx-Variante habe, noch aufzuheben. Aber nur kurz. Dann habe ich alle Kreuzschrauben-Boxen geleert und in eine Kiste zusammengekippt:

Sieht gar nicht so spektakulär aus, das habe ich mir schlimmer vorgestellt. Die frei gewordenen Boxen sind da schon beeindruckender:

Ich habe eine ausrangierte Spülmaschine im Keller, da sind die leeren Boxen jetzt drin. Wenn sie wieder alle schön sauber sind, kann ich sie für sinnvollere Kleinteilesammlungen verwenden.

Welche Schraubensorten nutzt ihr? Und wie geht ihr mit dem „Resteverwertung-Mindfuck“ um? Schreib mir deine Meinung hier unten in einem Kommentar.

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2 Responses

  1. Thomas N. sagt:

    Hallo Dirk,
    gerade stolpere ich über deinen guten Ausmistungsvorschlag. Das Chaos ist unserem kleinen Kellerraum ganz extrem – und viel zu lange mache ich da einen großen Bogen herum!
    Da ich die TX-Größen nicht richtig kenne, habe ich mal bei Wikipedia nachgelesen (https://de.wikipedia.org/wiki/Torx). Dort findest du eine Vergleichstabelle. Demnach scheint mir die Abstufung
    TX 10 entspricht M3
    TX 20 … M4
    TX 25 … M5
    TX 30 … M6
    passend. Was meinst du?
    Viele Grüße
    Thomas

    • Dirk Huffer sagt:

      Hallo Thomas,

      ja, das kommt so hin. Bei mir haben sich im Praxisbetrieb diese Größen bewährt:

      TX 10 für M3 Gewindeschrauben und sehr kleine Holzschrauben
      TX 15 und TX 20 für kleine und mittelgroße Holzschrauben

      die Größen mit TX 25 benötige ich nur sehr selten.

      Für noch größere Holzschrauben und alle Gewindeschrauben außer M3 verwende ich normale Sechskantköpfe.

      Im Frickleralltag sind dann 3 Torx-Bit im Einsatz, TX10, TX15, TX20. Mittlerweile ist mein Auge geschult und ich kann ganz gut per Augenmaß erkennen, welcher Bit für welche Schraube passt.

      Ich hoffe, das hilft dir weiter und viel Spaß beim Ausmisten

      Dirk

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